Strom neu anmelden - der Umzug ist die beste Gelegenheit
Erst zum Ende des vergangenen Jahres hatten Hunderte Stromanbieter angekündigt, die Strompreise zum Teil sogar deutlich anheben zu wollen. Grund genug für die Verbraucherschützer im Lande, die Kunden einmal mehr auf das Recht zum Anbieterwechsel hinzuweisen. Auch aus dem Umfeld der Bundesregierung wurden zügig Stimmen laut, die Bürgern zum Überdenken der bisherigen Partner rieten. Und auch für die Zukunft gehen Experten davon aus, dass die Tarife zunehmend mit höheren Kosten für die Haushalte verbunden sein werden. Dass dies der Fall ist, geht wenigstens zum Teil auch auf das Konto der Kunden selbst. Denn indem sie trotz höherer finanzieller Belastungen an ihren bestehenden Verträgen festhalten, verzichten die Kunden auf ihre Chance der Einflussnahme auf die Tarifpolitik der Versorger. Gerade der Verzicht auf den Wechsel nach einer Preiserhöhung ist schon deshalb meist falsch, weil in diesem Zusammenhang ein Sonderkündigungsrecht entsteht, so dass selbst außerhalb der normalen Kündigungsfristen Wechsel zulässig sind.
Vorschnelle Kündigung sollte vermieden werden
Den Strom neu anmelden müssen viele Verbraucher vor allem dann, wenn sie einen Umzug zu bewältigen haben. Dies gilt zum Beispiel immer dann, wenn Kunden bisher auf die Dienste regionaler Versorger vertrauten, deren Angebote am neuen Wohnort nicht zu haben sind. Die Fristen für Kündigung sind aber auch hier unbedingt zu berücksichtigen. Bei einem freiwilligen Umzug erlauben nur die wenigsten Stromanbieter den vorzeitigen Ausstieg aus dem laufenden Vertrag. Daran sollten Kunden also schon weit vor dem Wechseltermin denken. Ist dies sichergestellt, gibt es normalerweise keine Probleme, wenn Verbraucher den Strom neu anmelden möchten. Selbst wenn es zu einem zeitlichen Verzug kommen sollte bei der Umstellung auf den neuen Vertrag: Der Gesetzgeber garantiert den Bürgern eine gesicherte Stromversorgung. Bei Übergangsschwierigkeiten vom alten zum neuen Versorger sind die regionalen Versorger dazu verpflichtet, Haushalte mit Strom zu versorgen.
Tarifvergleich beim Anbieterwechsel spart Zeit und Geld
Der wichtigste Schritt für Verbraucher sollte heutzutage der ausführliche Vergleich der verschiedenen Produkte auf dem Strommarkt sein. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Anbieter deutlich. Dies ist für die Kunden in spe Chance und Risiko zugleich. Denn einerseits bietet sich fast immer die Gelegenheit, bei einem anderen Anbieter den Strom anzumelden, um die Kosten in diesem Bereich nochmals zu senken. Andererseits aber fällt es vielen unerfahrenen Bürgern nicht gerade leicht, den für sie richtigen Anbieter ausfindig zu machen. Ein Stromtarif Vergleich bringt in der Regel schnell ans Licht, welche Tarife sinnvoll sind und von welchen Tarif-Modellen Verbraucher eher Abstand nehmen sollten.
Kurze Vertragslaufzeiten als Voraussetzungen für erneuten Anbieterwechsel
Wie beim Abmelden des bestehenden Stromtarifs sollte die Kündigungsfrist auch bei beim Anmelden des neuen Stromanschlusses als wichtige Basis erkannt werden. Verträge, die ohne eine Mindestvertragslaufzeit auskommen oder nur wenige Monate der Bindung zugrunde legen, bieten den Kunden ein hohes Maß an Flexibilität. Denn die Hoffnung, dass die Strompreise zukünftig wieder sinken werden, besteht auch weiterhin. Sollten die erhofften Veränderungen eintreten, schauen langfristig gebundene Kunden sprichwörtlich in die Röhre, während Kunden ohne lange Vertragsbindung rasch bei einem preiswerteren Anbietern den Strom neu anmelden können.
Neuer Anbieter übernimmt die Kündigung laufender Verträge
Die Abwicklung, um einen Vertrag für Strom neu anmelden zu können, ist in der Zwischenzeit deutlich bequemer und kundenfreundlicher geworden. Viele Stromanbieter bieten ihren Neukunden längst an, den Wechsel im Auftrag durchzuführen. Dies stellt nicht nur eine zeitliche Ersparnis für Verbraucher dar, die gerade im Umfeld eines Umzugs schon mehr als genug zu tun haben. Die Wechselabwicklung zwischen dem alten und neuen Versorger verschafft den Kunden außerdem eine höhere Sicherheit, dass alles glatt geht. Führt der Kunde selbst den Tarifwechsel durch, kommt es statistisch deutlich häufiger zu Komplikationen. Ansonsten erlauben die Stromkonzerne den Bürgern inzwischen die reibungslose An- und Abmeldung per Internet. Die benötigten Formulare werden online über die Unternehmens-Webseiten bereitgestellt, um den Kunden die Arbeit zu erleichtern. Das Ablesen des Stromzählers, das für den Wechsel wichtig ist, müssen die Kunden aber nach wie vor meist selbst erledigen.
Zahlung per Vorkasse kann riskant sein
Den Stromtarif neu anmelden zu wollen, bedeutet aber natürlich mehr, als einzig und allein auf die Kündigungsfristen achten zu müssen. Gleichermaßen lohnt es sich für Verbraucher, zu analysieren, welche Anforderungen sie eigentlich an ihren neuen Stromtarif stellen sollten. Der Wettbewerb zwischen den Anbietern hat eine Vielzahl neuer Produkte entstehen lassen. Viele Mitbewerber bieten Kunden, die ihren Strom neu anmelden, die Möglichkeit, durch die komplette Vorabzahlung für einige Monate (mitunter auch für ein ganzes Jahr) die Senkung der Gesamtkosten. Dass die Kunden den Unternehmen hierbei hohe Summen zum Wirtschaften gewähren, wird mit günstigeren Kilowattstunden-Preisen belohnt. Handelt es sich beim neuen Anbieter um ein junges und kleines Unternehmen, raten Verbraucherschützer vielfach vom Abschluss solcher Verträge ab. Sollte der Versorge in eine Insolvenz abrutschen, wären die finanziellen Vorleistungen im Ernstfall verloren.
Tarife mit fixen Kilowattstundenmengen: nur bei gleichbleibendem Verbrauch passend
Auch Angebote, bei denen nicht nicht der genaue Stromverbrauch berechnet, sondern stattdessen ein festes Kontingent an Kilowattstunden erworben wird, sind nicht in jedem Fall sinnvoll. Angebote dieser Art sind beim Strom neu anmelden nur für solche Kunden zu empfehlen, die ihren Verbrauch genau kennen. Zwar sind die Tarife im Einzelfall im Schnitt deutlich günstiger.
Wird mehr Strom verbraucht als vertraglich vereinbart, fallen die Kosten für jede zusätzliche Kilowattstunde häufig wesentlich höhere aus. Inklusivmengen, die in einem Monat nicht verbraucht werden, können meist nicht in den Folgemonat übertragen werden. Dies bedeutet, dass mehr bezahlt wird, als tatsächlich in Anspruch genommen wurde.
Ökostrom muss nicht teuer sein, wenn Kunden den Strom neu anmelden
Für viele umweltbewusste Stromwechsler sind die so genannten Ökostrom-Tarife eine reizvolle Option. Dabei handelt es sich Angebote von Anbietern, die ihren Strom aus so genannten erneuerbaren Energiequellen beziehen. Den Vertrag für Strom bei solch einem Dienstleister neu anzumelden, ist also ein aktiver Beitrag für den Umweltschutz. Gesagt werden kann, dass durch einen Wechsel zu diesen Unternehmen nicht unbedingt mit höheren Kosten verbunden sein muss.
Vergleichsportale bringen Verbraucher schnell zum günstigen Neuvertrag
Heute können Verbraucher, die ihren Strom neu anmelden möchten, aus so vielen verschiedenen Angeboten auswählen, dass der Verzicht auf einen genauen Tarifvergleich fast als Geldverschwendung bezeichnet werden kann. Experten sehen für wechselfreudige Kunden die Möglichkeit, pro Jahr einige Hundert Euro sparen zu können. Doch aufgrund der enormen Auswahl wird so manches günstige Angebot schnell übersehen. Vergleichsübersichten und Tests von professionellen Verbraucherportalen helfen den Bürgern dabei, die richtige Stromanbieter-Entscheidung zu treffen, ohne dafür langwierige eigene Vergleiche anstellen zu müssen. Wie hoch der eigene Bedarf ist, wissen die Kunden aber weiterhin selbst am besten.